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Freitag, 27 Mai 2016 00:00

Rennvelotour, Dalmatien Empfehlung

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Eines sei vorweggenommen! Kilometerfressen war bei dieser Tour nicht angesagt. Hauptziel der Tour war die kulinarischen, kulturellen sowie die landschaftlichen Schönheiten vom südlichen Teil Kroatiens, die Region Dalmatien kennenzulernen.

Nebst einigen Küstenstrassen waren auch Abstecher ins Landesinnere, sowie die Inseln Brac, Hvar, Pelisac und Korcula zum beradeln vorgesehen. Die Strassen waren durchwegs in gutem Zustand. Überrascht haben uns die mehrheitlich zuvorkommenden und freundlichen Menschen sowie die Sauberkeit der Städte. In der Vorsaison lässt sich meist über die Preise der Übernachtungen verhandeln, was in der Hochsaison kaum noch möglich ist. Für ein Zimmer mit Frühstück bezahlten wir im Schnitt zwischen 15 und 35 Franken pro Person.

5 Radler wagten sich mit Sack und Pack, resp. Rahmentasche und Rucksack auf diese Tour.

Es sind dies:
Roli, 1. Windbrecher, Mechaniker (sein mechanisches Können mussten wir glücklicherweise nie in Anspruch nehmen), und Whisky-Kenner, resp. Whisky-Berater.
Sepp, Ersatzwindbrecher, benutzte die Tour ab und zu als Trainingsvorbereitung für den Transalp und liess uns darum manchmal im Wind stehen, resp. radeln.
Walti, Neuling, bestätigte sich gegen Schluss der Tour als hervorragender Tourenguide.
Willi, die Ruhe in Person und heimlicher Geniesser, willkommener Gastfahrer.
und Bruno welcher sich über die Streckenführung Gedanken machte und versuchte die Tour einigermassen ohne grosse Probleme über die Runden zu bringen.

Freitag, 27.05.16, (Tag der Abreise)
Nicht ohne Probleme geht der 1. Tag über die Runden. Nachdem uns Kurt mit dem Kleinbus sicher zum Flughafen bringt, müssen die Räder in Kartonschachteln verpackt werden. Ist sehr praktisch, also alles rein was noch Platz hat. Die 72 Euro für lumpige 2.5 Kg. Übergewicht bezahlen wir natürlich nicht. Also ist Umpacken angesagt. Nachdem Bruno den Sprengstofftest mit Erfolg bestanden hat und Sepp seine vielen „Fläschli“ und „Tübeli“ auch wieder einpacken durfte konnte es losgehen. Die Bemerkung des Flughafenpersonals, dass die Räder ev. in der kleinen Bombardier Propellermaschine keinen Platz hätten motiviert uns nicht unbedingt zusätzlich. Erst als wir die 5 grossen Kisten im Flugzeug verschwinden sehen sind wir beruhigt. Nach dem knapp 2 stündigem Flug bei schönster Witterung landen wir im Flughafen Split wo uns nach langem Hin und Her ein Taxi samt den Fahrrädern zum Hotel Adria in Kastel Stafilic bringt. Welch ein netter Empfang von der „Hofdame“ Vitoria im Hotel! Ein Radler (Bier mit Grapefruit oder Limone) oder ein kühles Bier (bei der Marke Karlovacko gibt es absolut nichts auszusetzen) lässt uns die Strapazen des Tages vergessen und beim feinen Nachtessen im Hotel mit einem lieblichen Plavac von der Insel Brac kommt allmählich Ferienstimmung auf.

Samstag , 28.05.16, 1. Tag (Der Küste entlang nach Makarska)
Strecke: Kastel Stafilic-Stobrec-Srinjine-Omis-Kucice-Brela-Markarska

Los geht`s! Bei schönstem Wetter radeln wir auf einer holprigen, verkehrsreichen Nebenstrasse in Richtung Split. Die Kartonkisten lassen wir im Hotel zurück. Da wir vom „Verkehrspuff“ in Split vorgewarnt sind, versuchen wir es mit der komplizierten Umfahrung der Stadt. Trotz enger Strässchen und Baustellen und aufkommender Zweifel führt uns Walti, resp. das GPS von Walti auf die richtige Fährte. Ab Stobrec geht`s bei leicht ansteigender, verkehrsarmer Strasse für ca. 25 Km ins Landesinnere. Beim berüchtigten, von Felsen umringten Küstenstädtchen Omis gibt`s die erste Zwischenverpflegung. Omis war über Jahrhunderte die Hochburg der Piraten. Nochmals geht`s nun ins Landesinnere über 2 „humane“ Wellen von ca. 200, resp. 300 Hm bevor wir der welligen Küste entlang an den Badeorten Brela und Baska Voda vorbei unser Ziel in Makarska erreichen. Dank den in Dalmatien eher seltenen Kiesel- oder Sandstrände zählt Makarska zu den beliebtesten Baderegionen der Dalmatischen Küste. Kaum angekommen werden wir von einem Mofafahrer angesprochen welcher uns zu einem der vielen Apartman’s oder Soben (Zimmer) führt.
Kosten (nach dem üblichen „Märten“): CHF 22.- pro Person, inkl. Frühstück. Das eigens gepresste Olivenöl und der vorzügliche Grappa-Eigenbrand vom Wirt, sowie das feine Nachtessen entschädigt uns schliesslich für die lange Diskussion über die Wahl eines geeigneten Restaurants.
Tageszahlen: 95 Km. / 1150 Höhenmeter
Wetter: Ganzer Tag wolkenlos, ca. 28 Grad

Sonntag, 29.05.16, 2. Tag (Insel Brac, sprich Bratsch)
Strecke: Sumartin-Gornji Humac-Postira-Supertar-Sutivan-Nercisca-Bol

Heute führt uns die Tour rund um die drittgrösste Adriainsel Brac. Die Insel ist bekannt für den besonders weissen, marmorähnlichen Kalkstein. Der Berliner Reichstag und das Weisse Haus in Washington sollen offenbar damit gebaut worden sein. Die Insel hat keine oberirdischen Wasserläufe und wird hauptsächlich vom Festland mit Süsswasser versorgt.
Die Fähre bringt uns in 1 Stunde von Makarska auf die Insel Brac nach Sumartin. So schön kann radeln sein! Wir lassen uns vom Rückenwind getrieben locker auf die erste Anhöhe von 400 Meter blasen (Da esch ä Lääbä!). Die Düfte von Ginster, Lavendel und wildem Macchia begleiten uns den ganzen Tag. Weiter geht`s mit Rückenwind über Postira und Supetar bis zum westlichsten Punkt der verkehrsarmen Insel nach Sutivan. Nun geht`s auf der anderen Inselseite wieder zurück. Die Hoffnung auf Abflauen des Windes oder zumindest auf eine Änderung der Windrichtung wurde nun leider vom Winde verweht. Bei starkem Gegenwind erkämpften wir den höchsten Punkt der Tour (588 M.ü.M) bei Nerezisca. Dass wir dabei die Abzweigung verpassen und damit rund 100 Hm. und ca. 6 Km. zusätzlich abspulen müssen wird zur Nebensache. Die rassige, rund 8 Km. lange Abfahrt nach Bol entschädigt uns für die Strapazen der 2.Tageshälfte. Bol, das ehemalige Fischerdorf mauserte sich in den vergangenen Jahren wegen seinen schönen Kieselstrände zum beliebtesten Ferienort Kroatiens.
Tageszahlen: 112 Kilometer / 1930 Höhenmeter
Wetter: Leicht bewölkt, Rückenwind am Vormittag, starker Gegenwind am Nachmittag. ca. 26 Grad

Montag, 30.05.16, 3 Tag (Insel Hvar, sprich Chvar)
Strecke: Basina-Vrbanj-Starigrad-Brusje-Hvar Stadt

Da der Katamaran der regionalen Schiffsgesellschaft Jadrolinja unsere Räder nicht mitnehmen will, lassen wir uns kurzerhand für ca. 75 Franken von einem priv. Schiffstaxi zur nächsten Insel Hvar transportieren. Hvar ist die sonnenreichste Insel Dalmatiens (Länge 68 Km/ Breite 11 Km).
Heute geht`s besonders gemütlich zu und her. Es erwartet uns bei kurzer Distanz nur eine gemächliche Steigung auf knapp 400 M. ü.M. Nach einigen Kilometern über eine schmale, jedoch asphaltierte Zufahrtsstrasse erreichen wir die Hauptstrasse nach Stari Grad, wo wir versuchen bei einem Mofageschäft den Reifendruck unserer Räder auf Vordermann zu bringen. Das schwierige Unterfangen gelingt jedoch nicht zu unserer vollen Zufriedenheit. Das unerwartete Trinkgeld lässt den Mechaniker fast ausflippen. Nach dem Kaffeehalt geht`s nun weiter über den Hügel bei Brusje und dann hinunter nach Hvar Stadt. Da die meisten Autofahrer den neuen Autotunnel benutzen, bekommen wir auf der Bergstrecke kaum ein Auto zu sehnen. Die Mülldeponie (Fotografieren verboten!) auf der schönen Abfahrt mit herrlicher Sicht auf Hvar und auf die eigenartigen Pakleni Inseln (Hölleninseln) lässt vermuten dass in Sachen Umwelt hierzulande noch nicht ganz alles bestens ist. Sepp verzichtet aufs geplante Zusatztraining für den Transalp (was sich hoffentlich nicht rächt) und bevorzugt eine Abkühlung im Meer, wobei er prompt mit einem Seeigel Bekanntschaft macht. Nach dem Bezug der Zimmer mit Meersicht geniessen wir abends den Ausgang im sehr sauberen, lebhaften Städtchen mit Ihren kulinarischen Spezialitäten in vollen Zügen.
Tageszahlen: 32 Kilometer / 510 Höhenmeter
Wetter: Morgens leicht bewölkt, nachmittags sonnig, ca. 28 Grad, leichter Rückenwind

Dienstag, 31.05.16, 4. Tag (Insel Hvar von West nach Ost)
Strecke: Hvar Stadt-Stari Grad-Jelsa-Sucurai-Gradac

Die Strecke führt heute mehrheitlich bei verkehrsarmer Strasse von West nach Ost mit grandioser  Sicht auf die vielen vorgelagerten kleineren Inseln. Vorerst lassen wir uns noch einen feinen Zmorge auf der Zimmerterasse servieren. Um bis Stari Grad nicht denselben Weg fahren zu müssen, wählen wir die Tunnelvariante. Überrascht vom Schild (für Radfahrer verboten) können wir uns trotzdem nicht zum Umkehren über die hügelige Strecke entschliessen. Also, vorderster Mann Licht vorne, hinterster Mann Licht hinten montieren und ab durch die Mitte. Da die Polizei am Ende des 2 Kilometer langen Tunnels offenbar andere Probleme hatte, fuhren wir locker weiter.
Vom schönen Tag beflügelt, entlang von Lavendelfeldern und Weinbergen, entschliessen wir uns nicht in Sucurai zu übernachten, sondern noch etwas weiter zu radeln. Vorerst lassen wir uns von der Fähre wieder zum Festland nach Dvernik bringen und radeln dann noch einige Kilometer der schönen Küstenstrasse entlang weiter bis zum kleinen, übersichtlichen Badeort Gradac. Nach dem üblichen Zimmerbezug etwas abseits vom Zentrum (Hotels am Meer sind meist massiv teurer) geniessen wir noch ein Bad im Meer bei 21 Grad warmen Wasser.
Dass beim Nachtessen anstatt Kalbfleisch vom Kellner Poulet Fleisch serviert wird stört uns nicht gross (schmeckte auch ganz gut). Der feine Wein von der Insel Pelisac stimmt uns für die nächsten Tag optimistisch.
Tageszahlen: 96 Kilometer / 1240 Höhenmeter
Wetter: Morgens leicht bewölkt, nachmittags sonnig bei ca. 26 Grad

Mittwoch, 01.06.16, 5. Tag (Ins Landesinnere durch das Neretva Delta nach Ston)
Strecke: Gradac-Ploce-Komin-Metkovic-Opuzen-Neum (Bosnien)-Ston

Bei bewölktem Himmel führt uns die Strecke vorerst der Küste entlang in Richtung der Industriestadt Ploce welche wir grossräumig umfahren. Weiter geht`s nun landeinwärts durch das Neretva-Delta. Die Ebene mit den über 1000 künstlich angelegten Kanälen sieht von oben aus wie eine kunterbunte Patchworkdecke. Hier gedeihen Zitronen, Orangen, Feigen etc. An vielen Stellen werden die frischen Früchte zum Kauf angeboten. Die folgenden Orte wie Komin, Metkovic und Opuzen zeigen jedoch ein anderes Bild von Kroatien. Auch nach rund 20 Jahren sind die Folgen des Kriegs noch deutlich sichtbar. Bei aufkommendem Gegenwind übernimmt Roli seine Aufgabe als Windbrecher und führt uns bei flachem Gelände wieder zurück zur Küste. Zügig geht`s nun weiter auf und ab der Küste entlang wobei noch die 12 Km. lange Zone über Bosnisches Gebiet zu durchqueren ist. Noch zügiger wird es als erste Tropfen von oben zu spüren sind. Es wird uns wohl nicht noch versch……, ist nun die Frage? Mit montierten Regenanzügen erreichen wir schliesslich das kleine“ Städtchen“ Ston (350 Einwohner) auf der Halbinsel Pelisac wo sich die Sonne bald wieder zeigte. Etwas ausserhalb des Städtchen beziehen wir unsere Zimmer. Die Räder müssen draussen bleiben, werden aber vom Berner Sennehund Bernie gut bewacht. Ston hat die längste Festungsmauer Europas (5.5 Km) und wurde in den vergangenen Jahrhunderten kaum je von einem Krieg verschont. Zudem wurde es 1996 von einem Erdbeben zu 80% zerstört.
Tageszahlen: 91 Kilometer / 660 Höhenmeter
Wetter: Morgens bewölkt, nachmittags aufkommender Wind mit leichtem Regen, 22 Grad

Donnerstag, 02.06.16. 6. Tag (Weiter über die Halbinsel Pelisac (sprich Pelisatsch) in Richtung Westen nach Orebic)
Strecke: Ston-Sparagovici-Janjina-Potomje-Orebic-Korcula (Fähre)

Nach ausgiebigem Frühstück in Ston geht`s nun weiter bei schönstem Wetter über die Weinhalbinsel Pelisac. Hier wird jeder noch so kleine „Plätz“ mit Reben bepflanzt. Die 2 grösseren Wellen über 300 und 400 M. ü. M. bewältigen wir bei dieser herrlichen Landschaft locker. Bereits gegen Mittag erreichen wir Orebic, ein aufstrebender Touristenort wo wir uns einen feinen „Zmittag“ leisten. Die Fähre bringt uns nun in 20 Minuten von Orebic auf die Insel Korcula, nach Korcula Stadt, der Heimatstadt des Seefahrers Marco Polo. Korcula scheint ein teures Pflaster zu sein. Haben wir den Zimmerpreis von 1050 Kuna auf 900 Kuna „runtergemärtet“ , will die gestrenge Dame nachträglich doch noch 950 Kuna. (Ohne Geld gibt`s keinen Pass zurück). So oder so, Sepp und Bruno haben noch Lust auf eine Zusatzrunde (welch ein Genuss, wieder mal ohne Gepäck am Velo zu radeln!)
Tageszahlen: 66 Kilometer / 1100 Höhenmeter
Wetter: Ganzer Tag sehr sonnig, leichter Wind, 28 Grad

Freitag, 03.06.16,7. Tag (über die Insel Korcula, sprich Kortschula, zum Vela Luka und mit der Fähre zurück nach Split)
Strecke: Korcula-Pupnat-Smokvica-Blato-Vela Luka- Split (Fähre)

Nachdem sich der Kellner vom Restaurant rechts und die Wirtin vom Restaurant links endlich geeinigt haben, bei welchem Restaurant es etwas zum Frühstücken gibt, konnten wir doch noch unseren Hunger stillen. Bei leicht bewölktem Wetter geht`s dann los mit einer humaner Steigung auf eine Höhe von rund 480 M.ü.M. Ein kurzer „Sprutz“ von oben sorgte für Abkühlung. Die Folgen der Waldbrände der vergangenen Jahre waren nicht zu übersehen. Nach rasanter Abfahrt und bereits wieder trockener Strasse erreichten wir gegen Mittag Vela Luca von wo uns die Fähre in einer 3 stündigen Fahrt nach Split brachte. Jede Menge Sobes und Apartman`s gibt`s da in Split! Denkste, fast alles ausgebucht! Erst nach langer Suche und der Mithilfe einiger Einheimischer finden wir nahe der Altstadt eine passende Wohnung zum Übernachten. Split, der kulturelle Mittelpunkt Dalmatiens ist eine Reise (oder Ausgang) wert! Da ist abends wirklich was los, und das nicht nur in kultureller Hinsicht. Roli gibt sich als erfahrener Whisky–Kenner zu erkennen.
Tageszahlen: 43 Kilometer / 640 Höhenmeter
Wetter: Morgens leicht bewölkt, kurzer Regenguss in den Bergen, ab Mittag wieder sonnig
.
Samstag 04.06.16, 8. Tag (zurück zum Hotel nach Kastel, Zusatzrunde nach Primosten, ohne Gepäck)
Strecke: Kastela-Trogir-Seget Gronji-Ducan-Mitlo-Primosten-Rogoznica-Marina-Trogir-Kastela

Beim Frühstück geniessen wir noch einmal den schönen Blick auf den Jachthafen von Split. Leider kommen wir nun nicht drum herum über die starkbefahrene Strasse zurück zu unserem ersten Hotel in Kastela zu radeln, wo wir gleich wieder die Zimmer für die nächsten 2 Tage reservieren. Ohne Gepäck geht`s nun auf die Zusatzrunde via Trogir nach Primosten. Trogir, ein Städtchen welches im Reiseführer als wahres Bijou angepriesen wird, erstickt im Samstagsverkehr und kann uns auch sonst nicht viel Positives abgewinnen. Nach einem kurzen Kaffeehalt, mitten im „Kaff“ fahren wir gleich weiter ins Landesinnere auf eine Höhe von 450 M.ü.M. . Oh wie geniessen wir doch diese Ruhe, diese Abgeschiedenheit im Vergleich zu Trogir. Kaum ein Auto kommt uns entgegen. Als wahres Bijou zeigt sich nun das kleine Küstenstädtchen Primosten welches auf einer runden Insel liegt und mit einer Brücke zum Festland verbunden ist. Auf die Bemerkung von Sepp betreffend dem etwas zähen Fleisch wird ihm vom Kellner ein par Minuten später gleich eine neue Portion serviert.
Bei leichtem Rückenwind radeln wir über die mässig befahrene Küstenstrasse zurück via Marina und Trogir zum Hotel in Kastel
Tageszahlen: 113 Kilometer / 1080 Höhenmeter
Wetter: Sonnig und warm, ca. 26 Grad

Sonntag 05.06.16, 9. und letzter Tag ( Zusatzrunde ins Landesinnere)
Strecke: Kastela-Labin-Nevest-Cvrljevo-Kladnice-Radosic-Kastela

Heute wäre eigentlich ein Tag zur freien Verfügung. Doch die „gepickten“ Radler haben noch nicht genug. Also, noch eine letzte Zusatzrunde ins Landesinnere. Nach einem wiederum ausführlichen Frühstück im Hotel geht`s gleich leicht ansteigend ins Landesinnere. Bei einer Strassenkreuzung ist der 3. Versuch den richtigen Weg zu finden bereits ein Volltreffer. Die 3 Spannferkel, resp. Spannschäfchen, die wir an der Strassenkreuzung am Spiess erblicken sind leider noch nicht soweit. Also fahren wir weiter. Während wir auf allen 4 Inseln kaum Tiere und Bauernhöfe gesehen haben, gibt es hier wieder jede Menge davon. Es beginnt zu Tropfen, doch der Himmel meint es gut mit uns. Nach 2 Stunden „tröpfele“ hellt sich der Himmel wieder auf und an der Küste herrscht lauter Sonnenschein. Noch ein kleines Pässchen über 480 Meter und eine rasante Abfahrt nach Kastela und es ist geschafft. Nach einem feinen Mittagessen mit einer ansehnlicher Portion Flüssigkeit (sprich Wein) lassen wir die Radlerferien gemütlich ausklingen. Dies ohne Platten und ohne nennenswerte Zwischenfälle. Nach dem sog. „ Einbeintest“ schaffen wir nun auch noch die restlichen 5 Kilometer ins Hotel.
Tageszahlen: 90 Kilometer / 1350 Höhenmeter
Wetter: Küstenbereich sonnig, Gebirge bewölkt, ca. 22-24 Grad

Montag, 06.06.16, (Räder einpacken, Heimflug)
Die Heimreise gestaltet sich problemlos. Dasselbe Taxi wie zuvor bringt uns wieder zum Flughafen Split. Bei schönstem Wetter fliegen wir in Richtung Heimat. Kurt holt uns wieder pünktlich am Flughafen in Zürich ab und bringt uns sicher nach Hause. Danke schön! Danke auch allen Teilnehmern für die gelungen Tour!

Dovidenja Dalmatien!
Bruno

Weitere Informationen

  • Distanz: 738 km
  • Fahrzeit: 34 h
  • Höhenmeter: 9'660 m
  • Downhillmeter: 9'660 m
  • Geschwindigkeit: 21.7 km/h
  • Temperatur: 25 °C
Gelesen 2075 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 30 Juni 2016 16:35

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