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Samstag, 21 März 2015 08:01

Nach dieser Fahrt strahlen alle

Risch/Root  Einmal auf der gleichen Strecke in die Pedalen treten wie die Profis. Das «Morgarten-Memorial» macht dies am 14. Juni möglich gestern gab es einen Testlauf.

 Wer bei der neuen Tour-de-Suisse-Vermarkterin Infront-Ringier mitmachen will, muss eine sportliche Ader haben. Bei der gestrigen Promotionsrundfahrt auf der Strecke der ersten Etappe mit Startort Rotkreuz macht nicht nur der bekannte Zuger Radprofi Martin Elmiger mit, sondern es steigt fast die ganze Führungscrew um den Tour-Generaldirektor Olivier Senn in den Sattel. Der Peloton bringt rund 82 Kilometer hinter sich und überwindet 1000 Höhenmeter. Der anspruchsvollste Abschnitt ist dabei die Fahrt von Root aufs Michaelskreuz. Elmigers Kommentar dazu: «Der Aufstieg ist kurz und giftig.»

Eine Premiere, die es in sich hat

Am 14. Juni werden aber nicht nur die Profis die vorerwähnte Strecke zweimal – absolvieren. Erstmals überhaupt bietet sich Amateuren die Möglichkeit, eine Tour-Etappe auf der Originalstrecke fahren zu können. Mit einem kleinen Unterschied: Das Anforderungsprofil unterscheidet sich von demjenigen der Profis insofern, als die Amateure den Rundkurs nur einmal bewältigen müssen. «Wo sonst kann man zeitnah seine Ergebnisse mit denjenigen der Profis vergleichen», macht Rik Sauser eine Teilnahme schmackhaft. Er ist innerhalb der Tour-Organisation für die Challenge-Rennen verantwortlich, die neu im Rahmenprogramm integriert sind. Das neue Angebot gibt es gleich vierfach: Zweimal im Kanton Zug, und zwar beim Prolog in Rotkreuz (13. Juni) und tags darauf beim «Morgarten-Memorial». Hinzu kommen noch die Ötztal-Challenge und der City-­Circle in Bern. Eines weiss Sauser: «Die Atmosphäre wird einmalig sein.» Der Grund: Die Radamateure sind die Vorfahrer der Profis.

Auch Kurt Betschart, der technische Direktor der Tour de Suisse, freut sich über die Neuerung: «Die Teilnehmer können sich für einen Tag wie Fabian Cancellara fühlen.»

Doch auf die leichte Schulter nehmen könne man die Teilnahme nicht, mahnt Betschart: «Die Hobbyrennen sind nichts für Fahrer, die einmal in der Woche im Sattel sitzen.» Dies zeigt sich schon darin, dass eine Mindestgeschwindigkeit von 25 Stundenkilometern gefordert wird. Dies ist notwendig, um den Profis nicht in die Quere zu kommen. Der gestrige Test für das «Morgarten-Memorial» kann als gelungen bezeichnet werden. Alle Teilnehmer strahlen, als sie auf dem Michaelskreuz ob Root ankommen. Als Erster war Patrick Seabase dort. Der Adventure-Fahrer sagt: «Challenge ist das richtige Wort für dieses Rennen.» Auch Pascal Meisser, Präsident des RMV Cham-Hagendorn, ist begeistert: «Es ist eine wunderschöne Rundfahrt durch den Kanton Zug mit einem ‹steilen› Dessert.»

Nur einer ist locker drauf: Martin Elmiger. Er spricht von einer «Ausfahrt». Im Juni wird er sich sicher mehr sputen (müssen). Der Zuger freut sich, wieder einmal in seinem Heimatkanton fahren zu können: «Das war seit 2001 nicht mehr möglich.» Zur Erinnerung: Damals war Baar ein Tour-de-Suisse-Etappenort.

Hinweis
Mehr Infos auf www.tourdesuisse.ch


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